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Gemeinde Kaufungen erhält Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro für Klimaschutzkonzept »Kaufungen aktiv fürs Klima«

„Die Gemeinde Kaufungen hat sich zum Ziel gesetzt, sich bis 2030 vollständig aus erneuerbaren Energien zu versorgen, also CO2 -neutral zu werden“, berichtete Bürgermeister Arnim Roß.

Dies hat die Gemeindevertretung bereits am 3. Februar 2011 beschlossen. Bis spätestens 2030 soll die Gemeinde durch die Reduzierung des Energieverbrauchs, den Einsatz effizienter Technologien und der nachhaltigen Nutzung heimischer Ressourcen vollständig aus erneuerbaren Energien versorgt werden. Dieses Ziel gilt es anhand eines Klimaschutzkonzeptes zu erarbeiteten und umzusetzen.Um das Ziel zu erreichen, müsse die Energieerzeugung und der Energieverbrauch in der Gemeinde genau unter die Lupe genommen werden, informierte Bürgermeister Arnim Roß. Ein Klimaschutzkonzept diene dafür als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Maßnahmen zur Klimawandelanpassung.

Die Bundesregierung fördert die Erstellung von Klimaschutzkonzepten im Rahmen der Klimaschutzinitiative. In Zusammenarbeit mit dem Kaufunger Energie- und Klimaschutzberater Dipl. Ing. Peter Dangelmeyer stellte die Gemeinde Kaufungen im März 2012 ein Förderantrag auf Gewährung einer Bundeszuwendung für das Handlungskonzept Klimaschutz „Kaufungen aktiv fürs Klima“. Die Mühen haben sich gelohnt. Im Juni 2012 ging der Zuwendungsbescheid ein. Kaufungen erhält vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit 30.445,00 Euro. Besonders erfreulich ist, dass mit dieser Zuwendungssumme die höchstmögliche Förderquote von 65% erreicht wurde. „Wir freuen uns, dass das geklappt hat und Kaufungen sich auf dem Weg zu einer CO2 - neutralen Gemeinde befindet. Durch diesen Zuschuss werden wir einen erheblichen Schritt voran kommen“, sagte Bürgermeister Roß erfreut.

Nun kann das Klimaschutzkonzept auf den Weg gebracht werden. Hierzu wurde vom Ingenieurbüro Dangelmeyer ein Maßnahmenplan erstellt, der alle relevanten Schritte, von der Erkundung und der Beschreibung der Ausgangssituation in Kaufungen über die energetische Erfassung der gemeindeeigenen Liegenschaften und einer Datenerhebung zum energetischen Gebäudezustand privater Haushalte bis hin zur CO2 - Bilanzierung und Potentialanalyse der Nutzung erneuerbarer Energieträger in der Gemeinde umfasst, was zu einem Klimaschutzkonzept dazugehört. Generell gibt ein Klimaschutzkonzept Auskunft darüber, welche technischen und wirtschaftlichen CO2 - Minderungspotentiale in der Kommune vorhanden sind und welche Maßnahmen zur Verfügung stehen, um kurz-, mittel- und langfristig CO2 - Emissionen einzusparen und Energieverbräuche zu senken. Außerdem legt das Konzept Ziele zur Minderung der CO2 - Emissionen fest und beschreibt, wie die Erfüllung dieser Ziele kontrolliert werden kann.

Projektbeschreibung Klimaschutzkonzept Gemeinde Kaufungen

Titel des Vorhabens:
Handlungskonzept Klimaschutz: Kaufungen aktiv fürs Klima (Integriertes Klimaschutzkonzept für die Gemeinde Kaufungen)

Laufzeit des Vorhabens:
01.07.2012 bis 30.06.2013

Beteiligte Partner:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie Projektträger Jülich

Förderkennzeichen:
03KS3153

Ziel und Inhalt des Vorhabens:
Die Gemeindevertretung der Gemeinde Kaufungen beschloss am 03.02.2011, sämtliche Bemühungen zur Energiewende und zum Klimaschutz zu unterstützen. Es wurde das Ziel gesetzt, bis spätestens zum Jahr 2030 eine vollständige Versorgung der Gemeinde mit erneuerbaren Energien zu erreichen durch Reduzierung des Energieverbrauchs, Einsatz effizienter Technologien und nachhaltige Nutzung heimischer Ressourcen. Dazu soll ein Energiekonzept ausgearbeitet werden, welches konkrete Maßnahmen sowie den zeitlichen und finanziellen Aufwand benennt. Die Erstellung des Klimaschutz-Konzeptes erfolgt durch einen Klimaschutzberater, der von der Verwaltung unterstützt wird. Es wird eine fortschreibbare Energie- und CO2-Bilanz erstellt, aus der eine Trendentwicklung bis 2030 abgeleitet wird. Die Bilanzen werden nach Energieträgern sowie nach Verursachern gegliedert. Mit der Potenzialanalyse wird geprüft, wie sich die Gemeinde bis 2030 regenerativ mit Energie versorgen kann. Es werden Maßnahmenkataloge mit einer Kurzbeschreibung sowie eine zeitliche Abfolge möglicher Maßnahmen dargestellt.   
  
Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.