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LEON-Hilfeinseln in Kaufungen 20.02.2017 


Mit „Leon“ unterwegs in Kaufungen – Kinder entdeckten Hilfeinseln

LEO-HilfeinselnSchülerinnen und Schüler der ersten beiden Klassen in neonfarbigen Schutzwesten warteten in der vergangenen Woche auf den Schulhöfen gespannt auf einen ganz besonderen Gast. LEON, der Kinderkommissar besuchte mit seinen echten Kollegen von der Polizei die Grundschulen in Nieder- und Oberkaufungen. Sofort wurde der plüschige Löwe von den Kindern umringt, das weiche Fell gestreichelt und die großen Tatzen mehrfach abgeklatscht. Bürgermeister Arnim Roß und Doris Bischoff, Erste Beigeordnete, freuten sich sehr, dass das Projekt „Leon-Hilfe-Inseln für Kinder“ nun nach kurzer Planungsphase und durch engagierte Zusammenarbeit mit Polizei, Lehrern und Schülern offiziell an den Start gehen konnte. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Präventionsrates der Gemeinde gewannen zahlreiche Betriebe, Geschäfte und Büros in Nieder- und Oberkaufungen dafür, sich gemeinsam für die Sicherheit von Kindern auf dem Schulweg stark zu machen. „Ihr Kinder könnt überall hingehen, wo Ihr den kleinen Leon auf einem Plakat an der Tür seht“, erklärte Doris Bischoff. „Meistens ist es ja so, dass die Kinder kleinere Probleme haben und Hilfe suchen, weil sie hingefallen sind, weil sie auf die Toilette müssen oder weil sie sich verlaufen haben.“ Die beteiligten Institutionen und Geschäfte kümmern sich, sind zusätzlich mit einem Notfallplan mit allen wichtigen Telefonnummern ausgerüstet und setzen im Falle eines Falles eine Hilfskette in Gang, benachrichtigen die Eltern oder die Schule und die Polizei.

LEO-HilfeinselnBürgermeister Arnim Roß dankte den Beamten der Polizei für die gute Zusammenarbeit: „Die Einrichtung der LEON-Hilfeinseln bietet Kindern in Kaufungen Schutz und Hilfe und stärkt ihr Selbstbewusstsein auf dem Schulweg.“ Mit diesem Projekt sei eine sinnvolle Hilfe geschaffen worden für Kinder und Jugendliche, bei kleinen Stürzen ebenso wie in unangenehmen Mobbing-Situationen oder generell, wenn mal Beistand benötigt wird.

„Unser Leon ist ein vielbeschäftigter Löwe“, berichtete Polizeihauptkommissar Michael Grieneisen und rief die anwesenden Kinder samt Lehrerinnen, den beiden Jugendarbeiterinnen der Gemeinde und Gästen zu einem kleinen Rundgang durch die Ortskerne zusammen. Alle LEON Hilfe-Inseln sind ebenerdig erreichbar, gut einsehbar und direkt an den Schulwegstraßen gelegen – und sie sind alle mit der Sympathiefigur der hessischen Polizei gekennzeichnet. Mittlerweile findet man sie schon in vielen hessischen Gemeinden und Städten – Kinderkommissar Leon hat also einen hohen Wiedererkennungswert. „Der Leon ist so nett und so groß“, begeisterte sich Marcello aus Niederkaufungen und entdeckte ganz schnell das passende Plakat an der Eingangstür zu einem Brillengeschäft. Auch die siebenjährige Lina schwärmte von der Sympathiefigur der hessischen Polizei: „Mir gefällt der Leon gut und jetzt kenne ich auch schon das Schild.“

Ziel des Präventionsrates der Gemeinde ist es, weitere Geschäfte zu gewinnen, dieLEO-Hilfeinseln sich als LEON-Hilfeinseln zur Verfügung stellen. Bürgermeister Arnim Roß wies darauf hin, dass es zur Weiterführung des Projektes jährlich einen Erfahrungsaustausch zwischen Präventionsrat, Polizei und beteiligten Institutionen geben soll.

Und weil der große Plüsch-Leon nun in eine andere Gemeinde weiterziehen musste, bekommt dessen Bruder, der kleine Kinderkommissar, einen ganz öffentlichen Einsatzort: er wird ab sofort an der Rathaus-Zentrale daran erinnern, dass ein sicherer Schulweg für alle Kinder wichtig ist.