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Lisa Fitz 03.04.2017 


„Da kannste doch den Blues kriegen“ – Lisa Fitz im Bürgerhaus

Foto 1Kult-Kabarettistin Lisa Fitz gab sich die Ehre und präsentierte im gut gefüllten Saal des Bürgerhauses ihr Programm „Weltmeisterinnen – gewonnen wird im Kopf“. Mit bayerischer Direktheit und schwarzem Humor zog sie ihr Publikum von Anfang an in den Bann und konfrontierte die Besucherinnen und Besucher mit ganz unterschiedlichen Frauengestalten. Ob als Putzfrau Hilde Eberl mit Glitter-Leggings und Besen oder als Feministin Inge von Stein, die rassige Rothaarige von der Presse, ob mit bayerischem Dialekt oder durchdringend-rauchiger Stimme - jede der Damen hatte ihren ganz eigenen Standpunkt, ihre Sicht der Dinge und wusste genau, wo es in unserer Gesellschaft hakt. Gekonnt schlüpfte die Künstlerin in die verschiedenen Rollen und lotete die einzelnen Charaktere mit Witz und Ironie aus.

Die Zuhörer amüsierten sich prächtig, als „Olga Geheimnikova“ über Geostrategie fachsimpelte und auffordernd einlud, gemeinsam mit ihr „doch einmal auf andere SFoto 3eite von Medaille zu gucken“. Mit einem „herzlichen Grüß Gotti“ folgte Gerda Wimmer, konservativ gekleidet und Abgeordnete der Frauenunion unter anderem mit den Themen „Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Kinderbetreuung“ und den Bemühungen um Integration im weißblauen „Horstifat“-Staat. Die geballte Frauenpower war äußerst unterhaltsam und gipfelte in dem Ausruf: „Frauen sind Engel und wenn man uns die Flügel bricht, dann fliegen wir auf einem Besen weiter!“

Während des quirligen Programms zeigte Lisa Fitz auch immer wieder ihr musikalisches Talent, das vom Publikum mit kräftigem Applaus belohnt wurde. Die „echte“ Lisa Fitz trat am Ende des Abends schließlich auch noch auf und gab den Gästen eine Trostgeschichte mit nach Hause, für die Momente, „wenn man mal wieder verzweifelt von der Politik ist“ – und eine Aufmunterung: „Aber morgen wird alles anders … genau!“