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04.09.2025

30 Jahre Stützpunktfeuerwehr Kaufungen - Eine Erfolgsgeschichte von Einsatz und Gemeinschaft

Die Freiwillige Feuerwehr Kaufungen feierte das 30-jährige Bestehen des Stützpunktes mit einer Blaulichtmeile auf dem Festplatz – ein würdiger Anlass, um ihre Arbeit und ihr Engagement zu präsentieren. Drei Jahrzehnte im Dienst der Gemeinschaft verbinden Zeitgeschichte mit dem unermüdlichen Einsatz ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Doch nicht nur das Jubiläum stand im Mittelpunkt: Auch die neue Drehleiter wurde feierlich eingeweiht. Stefan Röttger, Erster Beigeordneter, und Michael T.G. Finken von der Herstellerfirma Rosenbauer begleiteten die Zeremonie.

Die Veranstaltung bot zudem eine Plattform für befreundete Wehren und Partnerorganisationen wie das THW, sich der Öffentlichkeit vorzustellen. Sogar die Partnerwehr aus Walschleben in Thüringen reiste mit einem Präsentkorb an. In Vertretung für Bürgermeister Arnim Roß dankte Röttger dem Gemeindebrandinspektor Brian Edokpolor und der gesamten Mannschaft für ihren Einsatz und ihr Engagement, auch im Besonderen für die Nachwuchsförderung. „Macht weiter so“, ermutigte er die Anwesenden.

Er erwähnte zudem den neuen Abrollbehälter „Strom“, der mit einer Investition von rund 280.000 Euro bei Stromausfällen schwerpunktmäßig das Feuerwehrhaus versorgt. Viele Besucher beeindruckte das leise Notstromaggregat, das mit 100 Kilowatt Leistung bis zu zehn Einfamilienhäuser versorgen kann.

Gemeindebrandinspektor Edokpolor erläuterte die Vorteile der neuen Drehleiter: „Sie erhöht nicht nur die Sicherheit unserer Einsatzkräfte, sondern verbessert auch die Menschenrettung in unserer Gemeinde.“ Das Fahrzeug bietet zahlreiche Innovationen. Der Rettungskorb trägt bis zu 500 Kilogramm und ermöglicht die Rettung von fünf Personen gleichzeitig – zuvor waren es nur zwei. Ein Knickgelenk im obersten Leiterteil erleichtert den Einsatz in engen Fachwerksiedlungen. Zudem erlaubt ein Krankentragetisch die Rettung von Personen mit bis zu 300 Kilogramm Gewicht, selbst aus Dachgauben. Für die Brandbekämpfung verfügt die Drehleiter über eine fest installierte Wasserleitung und einen Wasserwerfer, der bis zu 2.000 Liter pro Minute abgibt. Die Anschaffungskosten von 906.000 Euro trug die Gemeinde Kaufungen größtenteils selbst, unterstützt durch 300.000 Euro vom Land Hessen.
Edokpolor, der bald selbst sein 30-jähriges Geburtstags-Jubiläum feiert, kündigte an, dass bereits Pläne für eine Erweiterung des Feuerwehrhauses in Arbeit sind. Das aktuelle Gebäude in der Theodor-Heuss-Straße stammt aus dem Jahr 1995. Gemeinsam mit seinen Stellvertretern Marius Morick und Lars Baumann wies er auf das Oktoberfest mit der „Madison Eventband“ hin, das am 13. September auf dem Feuerwehrstützpunkt stattfindet. Aufgrund eines Ausfalls der Mikrofonanlage mussten die Organisatoren auf ein Megafon zurückgreifen, weshalb nicht alle Besucher die Ansagen verstehen konnten.

Feuerwehren aus der Region – von Nieste, Helsa, Söhrewald, Niestetal, Fuldabrück, Baunatal, Vellmar, Zierenberg bis Hessisch Lichtenau – sowie die Berufsfeuerwehr Kassel mit einem großen Kran waren vertreten. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg, die jedoch weniger Anklang fand als das Spritzen mit einem Feuerwehrschlauch auf ein Brandhaus, gemeinsam mit der Kinderfeuerwehr „Feuerdrachen“. Großen Andrang gab es auch am Bratwurststand von dem Kaufunger Caterer Rudolph, dessen leckere Düfte den Festplatz überzogen.
30 Jahre Feuerwehrstützpunkt Kaufungen – das ist mehr als eine Zahl. Es ist eine Geschichte von Mut, Einsatz und Zusammenhalt. Moderne Technik stärkt die Schlagkraft, doch das Herz der Feuerwehr schlägt in den Menschen, die ihre Freizeit opfern, um anderen zu helfen. Die Botschaft an diesem Jubiläum für die Zukunft ist klar: „Wir sind da, wenn Kaufungen uns braucht. “

(hgp)