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27.11.2025

Erste offene Lesebühne in Kaufungen: Ein Abend mit Literatur als Nahrung für Geist und Seele

Ein voller Dorfraum in Niederkaufungen, 16 Lesende, ein gespanntes Publikum. Die literarische Wundertüte wurde Text für Text ausgepackt bei der 1. Offenen Lesebühne in Kaufungen. „Literatur ist für mich so wichtig wie Grüner Tee, wie die Begegnung mit spannenden Menschen, wie ein sicheres Zuhause. Literatur ist – wie es auch für den Verein Dorfleben Kaufungen e.V., der der Träger dieses Abends ist, gilt: Literatur ist Nahversorgung. Sie gehört für mich genauso in mein privates und öffentliches Umfeld wie ein Bioladen, die Straßenbahn oder der Sportverein.“ So leitete die Initiatorin Kirsten Alers den Abend ein. Und ihre Einschätzung was Literatur alles ist, zeigten die 16 Personen, die ihre selbst verfassten Texte vortrugen.

Kindheitserinnerungen mit zugelaufenen und geträumten Tieren oder mit dem Opa, der sprach und liebte, aber über die eine Zeit schwieg, berührten. Anekdoten von Reisen um die Welt oder um den Block mit schmerzenden Knien ließen schmunzeln. Einige Erzählungen und Gedichte machten schauern, andere erheiterten. Einige der Vortragenden überzeugten nicht nur mit ihren Worten, sondern auch mit ihren gekonnten Auftritten wie die Kaufungerin Karla Köberich, die das Publikum akustisch und optisch mit hineinnahm in ihre sprachexperimentellen Texte. Oder wie die Baunatalerin Helena Lesmeister, die vom Verschwinden in einem Kubus las, in fast vollständiger Dunkelheit im Raum.

Die Veranstaltung, die Teil des Quartalsprogramms von Dorfleben Kaufungen e.V. ist und gefördert wurde durch das Programm „Mach's möglich“ der Koordinierungsstelle "Engagiert in Kaufungen" der Kunigundengemeinde Kaufungen, trug eine 1 im Titel. Eine 2 wurde am Ende des gelungenen Abends mit Futter für Geist und Seele für das kommende Jahr gewünscht.